Hintergrund
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Interview mit dem Sigmaringer Bürgermeister Thomas Schärer

Sigmaringen wird sich verändern

Warum hat sich die Stadt Sigmaringen um eine Gartenschau beworben? 

Thomas Schärer: Die Gartenschau wird Sigmaringen in jeder Hinsicht enorm voranbringen. Die Attraktivität unserer Stadt als Tourismusdestination, aber auch die gesamte Infrastruktur werden dauerhaft entwickelt. Das war ausschlaggebend. Es ist die größte Stadtentwicklungsmaßnahme des nächsten Jahrzehnts.

Das Votum des Gemeinderats fiel einstimmig aus. Erleichtert Ihnen dieses Votum die Realisierung dieses wohl doch größten Projekts der Stadt in den nächsten Jahren?

Thomas Schärer: In jedem Fall ist es leichter, wenn eine derartige Entscheidung und Investition von allen getragen wird. Das schöne ist, erste Erfolge sind bereits sichtbar. So erhält die Stadt LEADER-Fördermittel unter anderem für die derzeit im Bau befindliche Donaubühne unterhalb des Schlosses. Auch Gelder aus dem Förderprogramm "Sanfter Tourismus" wurden für den bereits realisierten Donausteg beim Bootshaus bereitgestellt. Außerdem fließen Fördergelder aus dem Konjunkturprogramm in Höhe von 3,55 Millionen Euro zur Optimierung und Erweiterung der Stadthalle nach Sigmaringen. Die Stadthalle wird während der Gartenschau als zentraler Veranstaltungsort dienen. Mittlerweile ist auch die Bewilligung von Fördermitteln aus dem Programm "Natur in Stadt und Land" bei der Stadt eingegangen. Das sind knapp 1,3 Mio. Euro.

In welchen Bereichen wird sich Ihrer Ansicht nach Sigmaringen durch das Grünprojekt am deutlichsten verändern?

Thomas Schärer: Die Rahmenplanung baut auf den Stärken der Stadt auf, nämlich der natürlichen Umgebung mit den zum Teil weitläufigen Uferbereiche der Donau. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Schwerpunkt der Planung auf Dauereinrichtungen liegt. Das sind die Flächen, die auch nach der Kleinen Landesgartenschau im Jahre 2013 erhalten bleiben und dauerhaft genutzt werden können. Hier wird sich viel verändern, zum Positiven.

Worin sehen Sie die größten Chancen für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt?

Thomas Schärer: Wir werden mit dem Projekt viele Besucher auf unsere Stadt aufmerksam machen. Aber das Wichtigste ist, dass die Bevölkerung von Sigmaringen davon langfristig am meisten profitiert. Es entstehen reizvolle Grünanlagen für alle, die hier leben, arbeiten oder Urlaub machen. Es ist ein Projekt für noch mehr Lebensqualität, das auch nach dem Jahr 2013 seine Wirkung behalten wird.

In der Vergangenheit haben sich Gartenschauen immer auch als ein weites Feld bürgerschaftlichen Engagements erwiesen. Denken Sie, dass sich auch in Sigmaringen die Bürgerinnen und Bürger engagieren werden mit eigenen Beiträgen zur Veranstaltung?

Thomas Schärer: Ich bin fest davon überzeugt, dass das Interesse der Bevölkerung und die Identifikation mit der Gartenschau mit der Konkretisierung der Planung zunehmen wird. Wir sind noch in einer sehr frühen Planungsphase, aber wir spüren schon ein zunehmendes Interesse bei den Sigmaringern. Ich kann nur alle auffordern, sich aktiv und engagiert zu beteiligen. Und ich bin sicher, dass bei der Gartenschau selbst viele Vereine, Verbände, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger am Programm und bei der Gestaltung mitwirken werden. Es wird eine Gartenschau für alle Generationen werden.