Dritte Baustellenführung lockt Besucher aus Kalifornien nach Sigmaringen
(vom 15.10.2011)
„Ich bin begeistert, wie sich Sigmaringen für die Gartenschau bisher heraus geputzt hat und freue mich schon auf das Ergebnis", erzählt der 86-jährige Fritz Schmid. Beim dritten Rundgang über das Gartenschaugelände, der von der Stadtverwaltung für die Bevölkerung angeboten wird, ist Schmid der wohl am weitesten angereiste Gast. Fast 10.000 km hat er mit dem Flugzeug zurückgelegt. Der Auswanderer lebt schon viele Jahre in den Vereinigten Staaten in Los Angeles und besucht regelmäßig die Hohenzollernstadt. Bürgermeister Thomas Schärer und Stadtbaumeister Thomas Exler begrüßen neben dem Gast aus Kalifornien an diesem Samstagmorgen im Oktober gut 70 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer. Die meisten kommen aus Sigmaringen, aber auch eine Reisegruppe aus Ludwigsburg hat sich angeschlossen.
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- Der Kalifornier Fritz Schmid ist der am weitetesten angereiste Gast auf dem Rundgang
Als die Gruppe das Donauufer in Richtung Laiz ansteuert, stoßen die Veränderungen des Donaulaufs auf besonderes Interesse. Seit einigen Wochen schon wird hier die Donaurenaturierung, eine Maßnahme des Landes, umgesetzt. „Das Wehr in Laiz ist unten, die Donau ist abgestaut und zahlreiche Kiesinseln, die aufgeschüttet wurden, sind sichtbar", erläutert Stadtbaumeister Thomas Exler. Die Kiesinseln seien dazu da, dass die Donau ihren natürlichen Verlauf ohne klare Strukturierung zurück erhält. Bis jetzt seien diese Kiesinseln nur teilweise bewachsen und der Eindruck einer Baustelle entsteht, das werde sich aber bald ändern. „Spätestens einem Monat ist das Wehr wieder oben und die Natur wird sich ihr Territorium zurückholen", so Exler.
Etwas abenteuerlicher geht es bei der geplanten Hängebrücke zu, die die Donauufer in Höhe des Jugendfreizeitbereichs verbinden wird. Die Stützpfeiler wurden bereits angebracht. „Die Hängebrücke wird eine Spannbreite von mehr als 75 Metern haben und ist als Abenteuergerät gedacht", erzählt Exler. Gerade junge Leute sind hier die Zielgruppe, denn die Brücke schwankt, wenn man sie betritt. „Die Brücke kann nicht barrierefrei gestaltet werden, da der Höhenunterschied von fast vier Metern von Ufer zu Brücke nur mit einer Treppe umgesetzt werden kann", ergänzt Exler.
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- Bürgermeister Thomas Schärer und Stadtbaumeister Thomas Exler konnten rund 70 interessierte Besucher über das Gartenschaugelände führen
Auch das Areal „Kiesbett/ Gräsergarten" in der Nähe des Bootshauses ist für die Bevölkerung noch mit etwas Fantasie verbunden. Das besondere an diesem Projekt ist, das es eine Verbindung zwischen Bootshaus und Vorstadt schafft. „Radfahrer und Fußgänger werden ganz bequem und barrierefrei über den Donausteg zum Luisenplatz gelangen können", erklärt Bürgermeister Schärer. Außer einer perfekt ausgebauten Infrastruktur, wird hier mit verschiedenen Gräsern eine Donauaue beziehungsweise mit verschiedenen Steinformationen ein Flussbett nachgebildet. Nach etwa 2 Stunden ist die Gruppe am Luisenplatz angelangt und kann mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen. Bürgermeister Schärer dankt für das große Interesse und freut sich bereits auf die nächste Führung, die in einigen Monaten wieder angeboten wird. ist sie die richtige Ansprechpartnerin für Fragen rund ums Thema Grün.
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- Manchmal ist noch etwas Fantasie gefragt